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Hanau Post 17.05.2018  S. 19



EXTRA-TIPP 17.02.2018


Offenbach-Evangelisch 07.02.2018

 

Seit 25 Jahren Hilfe für Bedürftige

 

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Bis zu 60 Menschen erreicht die ökumenische Aktion "Essen und Wärme für Bedürftige" täglich. Noch bis Mitte März sorgen ehrenamtliche Helfer in elf Kirchengemeinden, der Stadtmission und der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde dafür, dass Bedürftige ein warmes Mittagessen und weitere Lebensmittel erhalten.

 

http://dekanat-offenbach.ekhn.de/fileadmin/_processed_/csm_Essen_und_Waerme3_Kallenbach_und_Schaefer_c78a772948.jpg Geduldig wartet die ältere Frau am Eingang der Gemeinderäume der Evangelischen Johanneskirche. "Um halb Zwölf wird geöffnet, dann gibt es ein warmes Mittagessen", sagt sie. Die Rente reiche nicht für die monatlichen Bedürfnisse, deshalb nimmt sie gern das Angebot des Mittagstischs an.

 

Senioren mit kleiner Rente, Arbeitslose, Menschen mit Erkrankungen: Sie sind die Gäste der ökumenischen Aktion "Essen und Wärme für Bedürftige". Seit 25 Jahren ist die von Günther Krämer, ehemaliger Pfarrer der Französisch-reformierten Kirche, in der Stadt aktiv. Von Ende Oktober bis Mitte März werden täglich Lebensmittel ausgegeben, verschiedene christliche und eine muslimische Gemeinde sind jeweils für ein oder zwei Wochen Gastgeber der Aktion.

 

Auch die Evangelische Johannesgemeinde beteiligt sich in Kooperation mit der Stadtkirchengemeinde wieder an der Aktion. Während draußen die ersten Gäste auf den Einlass warten, werden drinnen die letzten Handgriffe erledigt. Klaus Schäfer von der Stadtkirchengemeinde belegt mit Helferinnen Brötchen oder packt Beutel mit Wurst- und Käsebroten, eine Helferin setzt Kreppel und Kuchen auf Teller, Wolfgang Kallenbach bereitet die Kasse vor.

 

"Die Gäste zahlen einen Euro für das Mittagessen und die Brotbeutel, so muss sich niemand als Almosenempfänger fühlen", sagt er. Seit 17 Jahren engagiert er sich bei Essen und Wärme. Für den Preis von einem Euro gibt es kleine Essensmärkchen, die in allen gastgebenden Gemeinden eingelöst werden können. "Beliebt ist auch, für 7,50 Euro eine Zehnerkarte zu erwerben", sagt er.

 

Rund 85 Helfer sind in verschiedenen Teams aktiv und holen etwa Backwaren von den Offenbacher Bäckereien Ködel und Beck und der Mühlheimer Bäckerei Ferdinand oder helfen bei der Essensausgabe. "Die Backwaren sind Spenden der Bäckereien, das Mittagessen kaufen wir von der Küche des Ketteler-Krankenhauses", sagt Schäfer. Für die Anlieferung sind ebenfalls ehrenamtliche Helfer tätig. "Ohne die und ohne die Spenden für das Mittagessen ginge es nicht", sagt er.

 

In diesem Jahr seien es etwas weniger Gäste am Tag als noch 2017, sagt Schäfer. "Da waren es knapp 80 am Tag, dieses Jahr sind es ungefähr 60." Schäfer vermutet, dass der leichte Rückgang an den verschiedenen anderen Mittagsangeboten in der Stadt liegt. "Die Armut wird nicht aus Offenbach verschwunden sein", sagt er, "deshalb ist es wichtig, dass wir auch weiter mit Spenden unterstützt werden, um Bedürftigen eine warme Mahlzeit bieten zu können."


Offenbach Post 16.10.2017