Wir sind: 

eine „Ökumenische Initiative“.

 

„Ökumenisch“, d.h.:

- Frauen und Männer, die sowohl verschiedenen Gemeinden und Konfessionen in Offenbach angehören als auch nicht kirchlich gebunden sind, machen durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit unsere Aktionen möglich

- Gemeinden verschiedenster Prägung (inzwischen sind es vierzehn) laden für ein oder zwei Wochen zu unserer Aktion „Essen und Wärme für Bedürftige“ in ihre Gemeinderäume ein

 

„Initiative“ d.h.:

wir sind kein Verein. Wir haben keine Satzung. Der Versuch, unser Planen und Tun in die in Deutschland übliche Struktur zu bringen, scheiterte daran, dass die dazu notwendigen juristisch exakten Regeln die Arbeitsweise, den Geist zerstören würden, der unsere Organisation bestimmt. Seit 20 Jahren leben und arbeiten wir vertrauensvoll miteinander. In unseren Treffen (inzwischen bereiten wir das 96. vor) besprechen und entscheiden wir, was zu besprechen und zu entscheiden ist.

 

Die Ökumenische Initiative ist nichts für sich selbst. Wir haben keine eigenen Räume, keine Angestellten, keine Statuten – allerdings einen sehr kontrollierten Umgang mit dem uns anvertrauten Geld. Was bei uns gilt, wird in unseren Treffen besprochen und beschlossen. Wir treffen uns 4 - 5mal pro Jahr – im März ist das 98. Treffen seit Beginn. Etwa 50% der Mitarbeitenden sind bei diesen Treffen anwesend.

 

Wir haben im Wesentlichen drei Ziele: 

1. Gemeinden zu ermutigen und dabei zu unterstützen, diakonisch tätig zu sein und in der Zeit von Anfang November bis Mitte März für 1 oder 2 Wochen etwas für die Bedürftigen in unserer Stadt zu tun.

 

Wir werben deshalb 2. um Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich tätig zu sein, und organisieren deren Einsatz in den gastgebenden Gemeinden.

 

3. Wir sammeln Spenden und finanzieren so die Aktion "Essen und Wärme für Bedürftige", zu der die beteiligten Gemeinden einladen.

 

Nicht die Ökumenische Initiative, sondern die gastgebenden Gemeinden sind letztlich Veranstalter der Aktion Essen und Wärme für Bedürftige. Jeweils für ein oder zwei Wochen ist Essen und Wärme für Bedürftige in vollem Sinn eine Gemeindeveranstaltung. Unser Ziel ist, dazu beizutragen, dass Menschen in die Gemeinden kommen und dort ganz praktisch Nächstenliebe erfahren.   Nächstenliebe, d.h. für uns: durch Speis und Trank etwas für den Leib unserer Tischgäste zu tun, und durch "Wärme", durch ein freundliches Zugewand-Sein, durch Bereitschaft zum Zuhören und zu Gespräch etwas für ihre Seele. Unsere Tischgäste erhalten ein warmes Mittagessen mit Nachtisch, Kaffee, Tee und Backwaren, die uns Bäckereien zur Verfügung stellen. Wenn die Tischgäste weggehen, erhalten sie belegte Brote und ein Stück Obst. Dafür zahlen die Tischgäste 1 Euro bzw. für 10 Essensmarken 7,50 Euro. Sie sollen wissen: unser Essen ist etwas wert. Und: sie sollen sich nicht als Almosenempfänger fühlen, sondern als willkommene Gäste – eben wie in einer Gemeindeveranstaltung. (Das Essen kocht übrigens die Küche des Kettelerkrankenhauses für uns).

 

Wenn es etwas seit 21 Jahren gibt, dann stellt sich leicht das Gefühl ein, es handele sich um nichts Besonderes. Das geht uns oft auch so. Aber es braucht nicht viel, dass sich das ändert und uns große Dankbarkeit erfüllt:

Für viele von uns ist die Ökumenische Initiative in mehrfacher Hinsicht wie ein Wunder:

Hier arbeiten Gemeinden zusammen, obwohl wir uns in unseren Kirchen, Religionsgemeinschaften und zwischen ihnen oft genug in einer Konkurrenzsituation befinden.

Obwohl es immer wieder heißt, es sei schwer, Menschen zu finden, die ehrenamtlich tätig sind – wir haben das in all den Jahren nur selten gespürt.

Zum Staunen ist für uns auch, dass wir niemals finanzielle Sorgen hatten – und dass es bisher noch kein Jahr gab, in dem es während der 4 ½ Monate eine zeitliche Lücke gab. Stets war es - mit einiger Überzeugungsarbeit – möglich, die Gemeinden für den Verlauf der gemeinsamen Aktion in eine Reihenfolge zu bringen.

Und ein Wunder ist es für uns schließlich, dass die Ökumenische Initiative jetzt schon 19 Jahre alt wird. Gewiss, Jesus sagt: Arme habt ihr allezeit bei euch. Insgeheim aber hatten wir stets gehofft, dass in unsrem reichen Land alle einmal genug zu essen haben, und dass jede, jeder in unserer Gesellschaft, in unseren Gemeinden auch ohne unsere Initiative Wärme findet.

 

 

Am 3. November 2014 war der erste Tag der 22. Aktion „Essen und Wärme für Bedürftige“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spendenkonto

"Essen und Wärme für Bedürftige":

 

Städtische Sparkasse OF 


IBAN:  DE 64 5055 0020

            0000 1488 65
BIC:    HELADEF10FF